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Zuschüsse für gestiegene Energiekosten winken

Etwas Wärme braucht der Mensch. Und das gilt durchaus auch für kreative Menschen. Wärmstens empfohlen werden kann dieser Zielgruppe deshalb der frische aufgelegte  Kulturfonds Energie des Bundes der noch im Februar starten soll. Es winken Zuschüsse zum mindestens teilweisen Ausgleich für die enorm gestiegenen Heizkosten. 

Eine bundesweite digitale Infosession für den Fonds, organisiert von Kreativ Kultur Berlin, findet am 15. Februar 2023 von 14 bis 16.30 Uhr statt. Die Anmeldung für die Veranstaltung ist geöffnet: http://bit.ly/40lcDZL

Was zum Kulturfonds Energie des Bundes bisher bekannt ist:

  • Anteilig bezuschusst werden Mehrbedarfe bei leitungsgebundenen Energiekosten (Strom, Gas, Fernwärme). Die Energie-Einsparquote von 20 Prozent wird von allen Antragstellenden vorausgesetzt.
  • Der Förderzeitraum erstreckt sich rückwirkend vom 1. Januar 2023 bis zum 30. April 2024.
  • Antragsberechtigt sind private und öffentlich getragene Kultureinrichtungen, Einrichtungen der kulturellen Bildung und Kulturveranstaltende (Art. 53 AGVO).
  • Bei überwiegend öffentlich finanzierten Einrichtungen bezuschusst der Bund mindestens 50 Prozent der Mehrbedarfe für Gas, Fernwärme und Strom. Bei privaten Einrichtungen und soziokulturellen Zentren können bis zu 80 Prozent der Mehrbedarfe übernommen werden.
  • Kulturveranstaltende erhalten für ticketfinanzierte Events außerhalb von Kultureinrichtungen Pauschalen, die von Saalgröße und Mietkosten abhängen.
  • Der förderfähige Mehrbedarf bei Kultureinrichtungen wird aus der Differenz der jeweils aktuellen Energiekosten für 80 Prozent des historischen Verbrauchs und den historischen Kosten für 100 Prozent des historischen Verbrauchs ermittelt.
  • Der Kulturfonds Energie wird aufbauend auf den Strukturen des Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen wiederum von Bund und Ländern gemeinsam umgesetzt. Die Antragstellung erfolgt über eine bundesweit einheitliche Plattform. Außerdem soll Ende Februar eine zentrale Beratungshotline geschaltet werden.
  • Die vorherige Antragstellung im Energiefonds Kultur des Bundes wird Voraussetzung für die Beantragung von Hilfen im nachrangigen Landes-Härtefallfonds sein. Dazu soll es seitens der Landesregierung demnächst gesonderten Informationen geben.
Künstler Detlef Schlagheck bei der interventionistischen Kunstaktion im August 2020 auf dem Bahide-Arslan-Platz.

50.000 Euro für interventionistische Kunst in Gaarden

Auch in diesem Jahr gibt es (wie auf dem obigen Bild mit Künstler Detlef Schlagheck bei der interventionistischen Kunstaktion im August 2020 auf dem Bahide-Arslan-Platz) eine besondere Kunstaktion in Gaarden: Kleinere und größere interventionistische Kunstprojekte sollen das vielfältige Leben des Stadtteils aufgreifen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort temporäre Kunst entstehen lassen. Gesucht wird dafür Kunst, die das soziale Miteinander der Menschen und den interkulturellen Dialog aufgreift, um an frei zugänglichen Orten etwas zu verändern. Neu ist diesmal: Teilnehmen können nicht nur Kreative aus dem Stadtteil Gaarden, sondern aus ganz Kiel.

Das Amt für Kultur und Weiterbildung lädt Kulturschaffende jetzt ein zur Teilnahme am Wettbewerb. Zur Projektumsetzung interventionistischer Kunst im öffentlichen Raum in Kiel-Gaarden stehen 50.000 Euro zur Verfügung. Ebenfalls neu: Erstmals kann die Summe auf mehrere Projekte aufgeteilt werden, und auch Vorhaben mit einer Mindestförderungssumme von 1.000 Euro können berücksichtigt werden. Einsendeschluss ist der 20. März 2023. Die Projekte sollen bis zum Jahresende realisiert sein.

Gefragt sind Kieler Kunstschaffende, die die Perspektive Gaardens einnehmen können und zusammen mit Menschen aus diesem Stadtteil etwas erschaffen möchten. Eine Zusammenarbeit mit internationalen Kunstschaffenden ist möglich.

Bewerbungen ausschließlich in digitaler Form gehen an das Amt für Kultur und Weiterbildung der Landeshauptstadt Kiel. Weitere Informationen und die genauen Anforderungen stehen in der Ausschreibung unter www.kiel.de/kulturfoerderung.

Soziokultur in Schleswig-Holstein

Soziokultur, dieses Wort mag vielen wenn nicht spanisch, so doch ein bisschen schwammig vorkommen. Nicht ganz zu Unrecht, denn tatsächlich deckt die Soziokultur ganz im Sinne von Theodor Fontane ein weites Feld ab.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Soziokultur widmet sich in Schleswig-Holstein der Aufgabe, diese Schnittstelle zwischen klassischer Kultur und gesellschaftlichem Engagement ins allgemeine Bewusstsein zu rücken.  Dazu betont die LAG: Sie leistet einen wirkungsvollen Beitrag zu den großen Herausforderungen unserer Zeit – sie stärkt unsere Resilienz, gibt allen eine Stimme und zeigt Möglichkeiten des Austauschs und Perspektiven auf, wo politische Prozesse an ihre Grenzen stoßen. Vor allem aber arbeitet die LAG Soziokultur nach eigenem Bekunden unermüdlich für ein flächendeckendes niedrigschwelliges Kulturangebot in Schleswig-Holstein: Kultur von allen für alle– gerade jetzt. 

Übers Geschehen im Land können sich Interessierte im aktuellen Newsletter der LAG Soziokultur einen Eindruck verschaffen. Darin geht es um Good NewsEinblicke ins Schleswig-Holstein der Soziokultur, um das Kleine Ganze und ums Thema Get on your Soziokultur –Soziokultur selbst erleben. Damit gleich schon beim Lesen das Kulturelle nicht zu kurz kommt, kann man sich bei der Lektüre übrigens auf Wunsch parallel mit Musik berieseln lassen.

Der Link zum Newsletter, zu einer Übersicht über Fördermöglichkeiten für Kreative und zu noch viel mehr Infos über die LAG Soziokultur: www.soziokultur-sh.de